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Im Jahre 1318 wurde die ecclesia in Thorente erstmals urkundlich erwähnt. Der um 1400 errichtete Chor ist der älteste Teil der Kirche. Von dem zum Chor gehörigen, wahrscheinlich einschiffigen Langhaus vom Anfang des 15. Jahrhunderts ist nur die Nordwand erhalten. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde das heutige Langhaus weitgehend neu errichtet. In den Jahren 2007 bis 2008 wurde die Kirche saniert und am 21. Dezember 2008 mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht. Dabei wurde der Innenraum nach detaillierten Befunduntersuchungen im Stil der Renaissance restauriert. Die Kirche wurde auf einem Feldsteinfundament errichtet. Auch die unteren Mauerschichten bestehen aus Feldstein. Das heutige gotische Langhaus aus Backstein ist dreischiffig ausgeführt. Längs zur Mittelachse des ziegelgedeckten Kirchenbaus steht ein zweijochiger Rechteckchor von gleicher Breite wie das Mittelschiff. Er besitzt ein Kreuzrippengewölbe. In einer Spitbogenblende befindet sich eine segmentbogige Priesterpforte mit eisenbeschlagener Tür. Der Ostgiebel ist mit gestaffelten Spitzbogenblenden gegliedert. In der als Rest des älteren Langhauses erhaltenen Nordwand befinden sich ein Spitzbogenportal mit reich profiliertem Gewände, breite zweiteilige Spitzbogenfenster und ein vertieftes Putzband. Die schießschartenartigen Mauerschlitze dienten wahrscheinlich der Verteidigung der Kirche, die als Zufluchtsort genutzt wurde. Drei Anbauten erweitern die Kirche Um 1602 wurde an der Nordseite des Chores die Sakristei angebaut. Sie besitzt einen mit Blenden gegliederten Dreieckgiebel, der von Fialtürmchen flankiert wird. An der Südseite neben dem Chor befindet sich die Taufkapelle. Die Vorhalle vor dem Portal an der Nordseite des Schiffes befindet sich unter einem Schleppdach. Sie wurde ebenfalls um 1602 errichtet, besitzt blendengegliederte Halbgiebel und ein spitzbogiges Stufenportal. Um 1600 wurden an der Südseite des Langhauses und des Chores massive Strebepfeiler errichtet. Der wuchtige, weithin sichtbare Turm wurde von Ende des 15. bis in das 17. Jahrhundert erbaut. Er ist viergeschossig und trägt eine barocke Haube, die von einer Laterne mit Achteckspitze bekrönt ist. Er ist mit Rund- und Spitzbogenblenden versehen. Durch den Turmraum hat man von Westen her Zugang in die Kirche. Zwei Glocken hängen im Turm, eine Bronzeglocke von 1822 und eine Stahlgußglocke von 1965. Im Ersten Weltkrieg wurde die Vorgängerglocke für Rüstungszwecke eingeschmolzen. (www.wikipedia.org)