Kluis_Wappen_1

Die Schlossruine Pansevitz in Pansevitz auf der Insel Rügen in der Nähe von Gingst in der Gemeinde Kluis ist ein zerfallenes Herrenhaus, das 1597 fertiggestellt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem es so gut wie keinen Schaden erlitt, wurde es größtenteils von der einheimischen Bevölkerung als Quelle für Baumaterialien verwendet. Rund um das Schlossgelände erstreckt sich der mehr als zwölf Hektar große Schlosspark, heute Landschaftspark Pansevitz, der seit 2006 auch als Friedwald genutzt wird. Geschichte Das Gelände rund um die heutige Ruine wurde 1314 erstmals urkundlich erwähnt. Es war im Besitz der Familie von Krassow, zu der u.a. Carl Reinhold von Krassow gehörte. Im 16. Jahrhundert wurde dann mit den Bauarbeiten an dem Herrenhaus begonnen, welches 1597 fertiggestellt wurde. Im 18. Jahrhundert wird hinter dem Hauptgebäude ein Kavaliershaus errichtet. Zudem fanden Umbauarbeiten an dem Hauptgebäude statt. So wurden Teile der nördlichen und östlichen Fassade entfernt. Die Familie zu Innhausen und Knyphausen übernahm im 19. Jahrhundert durch die Heirat von Luise von Krassow (* 31. Oktober 1843; † 7. Februar 1930), der Tochter von Carl Reinhold von Krassow, mit Edzard zu Innhausen und Knyphausen das Gut und bewohnte es, bis die sowjetische Besatzungsmacht sie 1945 enteignete. Vorerst wurden die Häuser nun von sowjetischen Armeeoffizieren bewohnt. Danach bewohnten mehrere Familien das Herrenhaus bis 1963. Dann verfiel vor allem das Herrenhaus sehr schnell und der Schutt wurde als Baustoff benutzt. Erst 1999 wurde mit der Instandsetzung des Parks begonnen, der heute fast vollständig ausgestaltet ist, was auch durch finanzielle Unterstützung der enteigneten Familie Graf Knyphausen ermöglicht wurde. 2006 wurde der Park dann schließlich auch als Friedwald genutzt. 2007 wurde die Stiftung Schlosspark Pansevitz gegründet, die sich um die weitere Ausgestaltung und Neuanpflanzungen sowie Unterhaltung und Pflege des Parks kümmert und der heute der Schlosspark gehört. Im Juni 2009 wurde eine Stahl-Wendeltreppe in eine der beiden Turmruinen installiert. Sie führt auf eine Höhe von 17 Metern und kostete mehr als 100.000 €. Heutiges Erscheinungsbild Das Herrenhaus ist fast vollständig verfallen. Es stehen lediglich noch die Ruinen der zwei Türme, die noch etwa 17 Meter hoch sind, sowie einige Grundmauern der Frontfassade. Das Kavaliershaus wurde dagegen vollständig renoviert und ist wieder bewohnt. Der Park ist ähnlich seiner ursprünglichen Erscheinung wieder hergestellt worden. Die vier großen Teiche wurden vollkommen entschlammt und neu gefüllt. (www.wikipedia.org)